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Sichere Fahrweise

Eine der häufigsten Aussagen, die Polizeibeamte von an einem Unfall beteiligten Fahrer zu hören bekommen, ist wohl: „Plötzlich war er da!“

In der einen Sekunde war da Nichts, in der nächsten Sekunde krachte es. „Ich hatte keine Chance mehr!“  Das mag wohl stimmen, wenn das andere Fahrzeug, das an einem Unfall beteiligt ist,  ein Suttle der USS-Enterprise ist, das sich erst kurz vor dem Zusammenstoß an der Unfallstelle materialisiert hat und scheinbar aus dem Nirgendwo gekommen ist. Andernfalls wird man sich wohl eingestehen müssen, dass das andere Fahrzeug doch von „Irgendwo“ her gekommen sein muss.

Die Erkenntnis daraus ist zweifellos, dass man gut daran tut, ständig alle anderen Verkehrsteilnehmer im Auge zu behalten, um bei einer plötzlichen Annäherung eines anderen Fahrzeuges augenblicklich reagieren zu können. Eine große Anzahl von Unfällen könnte sicherlich vermieden werden, wenn die Fahrer sich so verhalten würden wie die Polizisten, gegenüber denen sie nach einem Unfall ihre Aussage machen. Deren Fahrausbildung, die auch das Training von Verfolgungsfahrten bei hohen Geschwindigkeiten umfasst, fördert in besonderer Weise die Fähigkeit zur Wahrnehmung und zum vorausschauenden Erkennen von möglichen Gefahrensituationen. Ebenso wird bei dieser Ausbildung das Bewusstsein geprägt, einen vorausschauenden und konzentrierten Fahrstil stets und überall anzuwenden.

Wie oft haben Sie schon auf der Autobahn Schlangen von Fahrzeugen gesehen, die Ihnen am Ende nur wie eine endlose Reihe von Bremslichtern vorkamen? Jeder Fahrer beobachtet nur die Bremslichter des vorausfahrenden Fahrzeuges und reagiert nur, wenn das vor ihm fahrende Fahrzeug seine Fahrweise ändert. Und wenn nur einer dieser Fahrer nicht schnell genug reagiert, kommt es sehr schnell zu einem Auffahrunfall aus dem eine Massenkarambolage werden kann. Durch eine vorausschauende Fahrweise, bei der auch die Verkehrssituation vor dem Vordermann beobachtet wird, ist es möglich auftretende Gefahren zu erkennen und entsprechend zu reagieren, lange bevor sie zu einer Gefahr werden.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man das unmittelbar vorausfahrende Fahrzeug, zu dem man einen Abstand von mindestens 2 Sekunden halten sollte,  ignoriert. Es bedeutet vielmehr, seine Aufmerksamkeit nicht ausschließlich auf den Vordermann zu konzentrieren.

Die ununterbrochene Beobachtung seiner Umgebung, durch abwechselndes Schauen in den Rückspiegel, auf den unmittelbaren Vordermann und darüber hinaus, schenkt einem in kritischen Situationen die erforderlichen Sekunden an Reaktionszeit, die man braucht, um einen Unfall zu vermeiden, in den man ansonsten unweigerlich verwickelt werden würde.

Versuchen Sie es doch einmal, wenn Sie sich das nächste Mal hinter das Lenkrad setzen. Schauen Sie weiter voraus und beobachten Sie Ihr Umfeld intensiver als Sie es vielleicht bisher getan haben!

Eine vorausschauende Fahrweise ist ein wesentlicher Faktor zur Verbesserung der Sicherheit.

 

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